JKA Spring Course 2010 4.Dan Prüfung in Honbu Dojo |
Wieder in Japan um zu trainieren und um in eine Atmosphäre einzutauchen die man sonst nirgendwo finden kann.
Mein Meister, bei dem ich bis zu meinem Schwarzgürtel gelernt habe, hatte uns unterrichtet indem er uns hat arbeiten lassen ohne zu korrigieren. Wir mussten Monate lang hart trainieren, um überhaupt eine Anleitung von ihm zu bekommen. Hart bedeutete: hunderte von Wiederholungen von Tsukis, Geri und unendliche Wiederholungen von Katas. Ich musste wieder den gleichen Weg gehen und zurück zu mir zu finden, wieder besonders auf mich schauen und weniger auf meine Schüler. Ich hatte Tanaka Senseis „Hasha no Kumite“ die ganze Zeit bei mir und konnte daraus Kraft schöpfen, denn er erzählt darin von den gleichen Gefühlen die ich hatte. In seiner Zeit in Dänemark, wohin ihn die JKA entsendet hatte, litt er unter Einsamkeit und schrieb 100 Mal das Wort (Kanji) - Sieg.
Ich überlegte die ganze Zeit, wie meine Gegner trainierten. Ich wollte schließlich meinen 4. Dan in Japan machen. Ist es wirklich so hart, wie ich es aus den Erzählungen gehört habe? Wer wird mich prüfen?
Ich hatte Japan zusammen mit meiner Frau besucht und auch mit meinen Freunde aus Berlin Rene Schink, Christian Stein, Sven, Peggy und anderen. Somit war es dort doch nicht so einsam. Ich bin jeden Tag zum Honbu Dojo gelaufen und habe mir unterwegs immer wieder meine Kämpfe von 2003 gegen Okuma, Nemoto, Izuya, Taniyama durch den Kopf gehen lassen, besonders aber die Schärfe und Stärke der Kämpfer der Takushoku-Universität.
Jeden Tag kamen neue Kämpfer aus der ganze Welt hinzu und die Aggression und Brutalität aber auch die Eleganz nahmen zu.
Die Atmosphäre glühte jedes Mal, wenn Imura Sensei uns zu Kumite aufforderte. Wir genossen es, unter Naka, Kurasako oder Osaka Sensei zu trainieren.
Nebenbei besuchten wir bei herrlichem Wetter Tokyo mit den großartigen Parks und Museen aber besonders auch den Asiatischen Kunstausstellungen und selbstverständlich die Electronic und Fashion Shops von Akhibahara und Ginza. Asakusa ist ein absolutes Muss mit den Tempeln, Yakuza und traditionellen japanischen Klamottenständen. Und endlich der Spring Course wo auch Johan aus Südafrika anreiste wie auch andere Freunde auch Chile, Spanien, Ecuador, Neuseeland und Brasilien. Auch Naito Sensei mit seine Sprüche war dabei. Es war schön so viele bekannte Gesichter wiederzusehen aber auch neue Kontakte zu knüpfen.
Der Chief Instructor der JKA Chile und Direktor des Olympische Comite sowie mit dem frisch gebackenen Ramirez 7.Dan aus Spanien
Müdigkeit und Erschöpfung machten sich breit und es wurde kalt und unangenehm. Aber getreu meiner Philosophie brach ich dennoch jeden Morgen zum Laufen auf, so wie Tanaka Sensei es mir vor Jahren schon beibrachte. Die Prüfung kam und zuvor schaute sich Tanaka Sensei mein Kumite und Kata an. Er nickte zufrieden und ich war außer mir vor Erleichterung, denn das machte er sonst nie.
In Kihon wurde ich geprüft von Osaka Sensei 8.Dan, Kurasako Sensei 7.Dan und Immura Sensei 7.Dan. Ich hatte in meiner Gruppe bei Kihon und Kumite auch Ohta Sensei 6.Dan der Chief Instruktor der JKA England, der dort seinen 7.Dan machte. Ich stand ziemlich verloren da, zwischen ihm und einem großartigen Spanier, der wahnsinnig gute Beintechniken ausführte. Aber ich schüttelte alles ab und machte das, was Kawasoe mir immer und immer wieder gesagt und beigebracht hatte.
Am Ende holte mich Osaka und fragte mich, wo ich trainieren würde. Ob ich bei Kawasoe Sensei trainiert hätte. Ich sagte ja und er schaute mich lange an. In Kata hatte ich Ueki, Imura, Izumya, Kobayashi und Hanzaki als Prüfer und eigentlich sollte ich nur zwei Katas machen. Aber weil ich in Empi sehr tief stand, fragte Ueki, als ich gerade gehen wollte, ob ich auch Sochin machen könnte. Ich stimmte zu und machte Sochin. Ich war etwas überrascht, denn er fragte, ob ich in der ITKF trainieren würde. Ich bejahte und sagte, dass Kawasoe Sensei mein Lehrer wäre. Man muss sich das mal vorstellen: diese Leute wie Ueki, Shirai und Tanaka sind beinahe 70 Jahre alt, haben aber immernoch einen äußerst scharfen Überblick über alles, was Karate angeht. Danach kam Kumite. Dort standen Tanaka, Oishi und Kawawada am Tisch und sie servierten mir richtig harte Brocken. Tanaka grinste die ganze Zeit, auch als meine Nase blute und ich K.O. am Boden lag. Wut half mir nicht. Sobald ich wieder aufgestanden war, stand ein neuer Gegner vor mir. Die Atmosphäre glühte und man sah ein K.O. nach dem anderen aber trotzdem stand ich am Ende mit lachendem Gesicht da. Abends gab es die Ergebnisse und ich hatte bestanden. Da ich mich vorher mit Kawasoe Sensei getroffen und alles mit ihm besprochen hatte, rief ich ihn sofort an. Auch war es großartig, dass Sensei Kamino, Naito und Yasuyuki Tanaka aus Brasilien mich in ihre Mitte nahmen und sich um mich kümmerten. Später auf der Party mit Rene und Christian war es toll, denn Tanaka Sensei schenkte uns Aufmerksamkeit und wir konnten mit Naka Sensei, Kawawada, Naito und vielen anderen feiern.
Schönen Zeiten gehen schnell vorbei und ich musste die Rückreise antreten. Ich versprach mir aber mit meinen Schülern zurückzukommen, denn auch sie sollen mal etwas aus dieser Atmosphäre für sich mitnehmen.
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Jubiläumslehrgang 25 Jahre Karate Dojo Lollar 2009 |
Gasshuku Budapest 2007 "Der Kampf mit dem Tiger" |
Wie jedes Jahr brachen auch im Juli 2007 einige Karateka des Mugen Dojo Lollar auf um an dem alljährlichen Gasshuku in Budapest teilzunehmen. Claudiu Dinu und seine Schüler Pascal Boucsein, Laura Jane Linker und Isabelle Fuchs traten am Dienstag den 17. Juli 2007 die Anreise an. Doch dieses Jahr gab es etwas Neues. Statt uns wie gewohnt mit 12 Stunden Zugfahrt zu plagen zogen wir es dieses Jahr vor zu fliegen, was sich als sehr bequem herausstellte und im Hinblick auf die vor uns liegenden harten Trainingstage ein absoluter Vorteil war. So kam unsere kleine Truppe entspannt und gut gelaunt am Abend in unserer Unterkunft an und ging voller Erwartungen an den nächsten Tag zu Bett.
Am nächsten Morgen in der Trainingshalle begrüßte man sofort die alten Bekanntschaften, die man in den langen Jahren Budapesttradition gemacht hatte. Dieses Jahr liefen die Trainingseinheiten ein wenig anders ab: man trainierte morgens 2 Stunden anstatt 1 ½ hatte aber dafür einen Nachmittag frei. Nachdem wir also unsere 3 ½ Stunden Trainingspensum für diesen Tag absolviert hatten schleppten wir uns zu unseren Zimmern.
Der Heimweg ist bei uns schon fester Bestandteil des Gasshukus. Warum? Wir sind total erschöpft vom Training und müssen uns eine halbe Stunde in einer Bullenhitze zum „Hotel“ schleppen.
Die letzten 5 Minuten geht es „den Berg“ (wie er liebevoll von uns genannt wird) hoch und meist ist man noch beladen mit Einkäufen, die zu einem Großteil aus Wasser bestehen.
Dieses Jahr war es besonders heiß, sodass jeder von uns täglich im Durchschnitt 4 bis 5 Liter Wasser zu sich nahm. Der Vorteil dabei war allerdings, dass wir zum ersten Mal seitdem wir den Gasshuku besuchen nach dem ersten Trainingstag nicht von einem bösartigen Muskelkater geplagt waren. Eine andere Erklärung als die Hitze gibt es dafür nicht.
Das Training war wie gewohnt gut und auch die von Zanshin gefüllte Atmosphäre in der Halle war wie jedes Jahr deutlich zu spüren. Während Tanaka Sensei das für ihn typische Kihon- und Kumite-Training gab, konzentrierte Sawada Sensei sich auf die Heian Katas, an denen sehr detailliert gearbeitet wurde. Allerdings legte Tanaka Sensei besonders viel Wert auf die Haltung des Geistes während des Trainings. Doch dieses Jahr wurde unserem Sensei Claudiu Dinu eine große Ehre zuteil: Tanaka Sensei persönlich forderte ihn zum Jyu Kumite auf. Der Kampf sah sehr locker und entspannt aus, aber als mein Sensei nach dem Kampf zurück in die Reihe trat, war er völlig außer Atem und von Blutergüssen gezeichnet.
Die 4 Trainingstage wurden mit dem härtesten Todestraining, das wir je erlebt hatten beendet und jeder holte zum Schluss noch mal alles aus sich raus. Auch die Party am selbigen Abend war wieder einmal absolut ausgezeichnet. Es wurde getanzt und gefeiert bis spät in die Nacht. Auch wir konnten dieses Jahr viel entspannter feiern, da wir nicht wie sonst am nächsten morgen um 5 Uhr aufstehen und zum Bahnhof hetzen mussten, sondern ausschlafen konnten. Da wir erst gegen 18 Uhr abends vom Hotel abfuhren hatten wir den ganzen Nachmittag Zeit um noch mal gemütlich durch Budapest zu schlendern. Das empfanden wir als so genial, dass für uns feststand nächstes Jahr wieder zu fliegen. Dieser Gasshuku zählt auf jeden Fall zu den Besten, die wir je besucht haben und ich freue mich schon total auf nächstes Jahr. © by Pascal Boucsein |
Mit Kawasoe Masao Sensei nach Korinth - Griechenland |
Bereits vor zwei Jahren erzählte mir Kawasoe Sensei ( 8. Dan ) über diesen Lehrgang in Korinth - Griechenland. Dieses Jahr auf Einladung von Kawasoe Sensei bin ich Ihm nach Griechenland, genauer genommen nach Korinth gefolgt.
Die Gegend um Korinth ist seit Jahrtausenden von der Geschichte geprägt worden. Die Stadt und die Umgebung ist eine Mischung aus Alt und Neu, zusammengepresst auf engstem Raum. Wobei das Neue nur in den Straßen, dem Hafen und vielleicht in der Vielzahl von Bars an der Küste des Golfs von Korinth zu finden ist. Der berühmte Kanal von Korinth, den bereits die Römer gebaut haben, ist einfach beeindruckend. Wenn dann noch ein Schiff durchfährt und du merkst, dass eigentlich von den Wänden des Kanals nur Zentimeter fehlen, bis das Schiff anstoßen würde, staunt man noch mehr über der Antike Baukunst der Griechen. Bereits vor dem Lehrgang am Freitag sind sehr viele Lehrgangsteilnehmer aus England, Zypern, Griechenland, Italien, Rumänien, Malta und sogar aus Japan eingetroffen. Bereits jetzt hat man gemerkt, warum dieser Lehrgang ein besonderer sein sollte. Die Eingetroffenen waren Schüler, die Kawasoe Sensei seit bereits 30 Jahre folgen, andere seit 15, 20 oder auch zehn Jahren. Man konnte sehen und spüren mit wie viel Respekt er behandelt wurde. Da ich Japan besuchte und schon dort Insiderwissen über Etikette und Karate Do erworben habe, habe ich auch hier einen tiefen Respekt zu den Anwesenden gefühlt. Das dies Richtig war, sollte sich im Training bestätigen: Dan-Träger aus dem Bereich 5. – 6. – oder 7.Dan, die in Topform waren. Zwischen den Trainierenden waren viele die bereits 50 oder 60 Jahre alt waren aber ein sehr sauberes, kraftvolles und schönes Karate praktizierten. Das Thema hieß: Koshi no Kiru – mit der Hüfte schneiden. Wir übten für drei Tage verschiedene Variationen der Hüftbewegung und Hüfteinsatzes. Besonders aber war die Technik, mit der die Dynamik entwickelt wurde um die Hüfte zu benutzen. Zum methodischen Aufbau: Auch hier war es beeindruckend zu sehen, wie Sensei es schafft von einfachen Techniken, die zur Vorbereitung dienen, über Kihon bis hin zur Kata und Kumite überall das gleiche Thema einfließen zu lassen. Aber auch abends nach dem Lehrgang wurde es sehr Lehrreich. Die älteren Schüler erlaubten sich vieles über das Kenshusei Programm zu fragen, über Technik und Philosophie und erzählten selbst Anekdoten über Geschehnisse auf Meisterschaften in England und Japan.
Auch über technische Aspekte wurde gesprochen, hier besonders über Kime und Dynamik aber auch über die Technik dazu. Mann konnte nur staunen wie viel Wissen hier in den einzelnen Köpfen steckt. Die allgemeine Meinung in Deutschland, nämlich dass diese Generation von Leuten nach uralten und nicht mehr „Up to date“-Methoden trainieren, ist einfach lächerlich wenn nicht sogar peinlich. Mann konnte erfahren mit wie viel Genialität damals in den 50'er Jahren Übungen entwickelt wurden. So manche Übungen finde ich Heute noch bei den einem oder anderem führenden Sportwissenschaftler. Zu kurz kam natürlich auch das Feiern nicht. Die Griechen konnten es nicht lassen und veranstalten spontan eine Party, an die ich mich noch lange erinnern werde.
Die Feier konnte durchaus mit den rauschenden Partys in Budapest der JKA Gasshuku verglichen werden. Sonntag durften wir Sensei mit Unsu erleben, es war herrlich: Die sonst sehr laute Halle versank in Stille als Sensei uns die Kata vorgeführt hat. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Ein Meister mit 63 Jahren, der eine Unsu vorführt, neben der alles andere verblasst was ich bis zu diesen Zeitpunkt gesehen hatte. Geschwindigkeit, Kime, extrem saubere Positionen und vor allem Dynamik, alles war vorhanden - keine Spur von Alter. Ein herrlicher Anblick. Noch mal hatte ich das Gefühl, dass ich wieder zu wenig trainiert habe. Irgendwie schien mir nach dieser Unsu, dass alles was ich mache schlecht und widerlich ist. Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Lehrgang eine neue Lektion über pures japanisches Karate war, und wie perfekt man werden kann, wenn man ununterbrochen an sich arbeitet. Yoroshiku onegai itashimashite Sensei! © by Claudiu Dinu |
Keiko Osame - Jahresabschlusslehrgang 2007 |
Der traditionelle, jährlich stattfindende Jahresabschlusslehrgang des Shotokan Karate Kyokai Lollar unter der Leitung von Sensei Claudiu Dinu fand auch in diesem Jahr, am 16. Dezember, unter der zahlreichen Teilnahme der insgesamt 147 Vereinsmitglieder sowie einiger angereister Karateka statt. Das Training wurde zunächst getrennt nach Kyu-Graden durchgeführt und bot neben den technischen Erklärungen auch viele interessante Informationen sowie Hintergrundwissen des Karate. Schließlich mobilisierten alle Teilnehmer innerhalb der letzten Trainingseinheit noch einmal ihre Kräfte und schlossen das Jahr mit einem gemeinsamen Training aller Gürtelgrade ab. Am Abend fanden sich schließlich Mitglieder, Elter und Freunde noch einmal zusammen um gemeinsam zu feiern. Die Feier gestaltete sich, nicht zuletzt aufgrund der Vorführung eines Tanzes, welchen einige Kinder extra zu diesem Zweck gemeinsam mit ihren Trainerinnen eingeübt hatten, äußerst unterhaltsam und ließ das Trainingsjahr 2006 äußerst stimmungsvoll enden. © by Lisa Schirrmeister
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Lehrgang in Dingolfing |
Am Wochenende des 11. & 12. November fand in Dingolfing wieder der jährliche Lehrgang mit Sensei Takeshi Naito, 8. Dan in Dingolfing statt. Zu diesem Lehrgang fuhren auch dieses Jahr wieder Sensei Claudiu Dinu mit drei seiner Schüler, Pascal Boucsein, Vincent Felde und Fabian Kraft. Am Freitag mit einem Mietwagen der Firma Avis aufgebrochen und nach einer sechsstündigen Fahrt wurde die erste Nacht in einer sehr kalten Sporthalle der Grundschule Dingolfing übernachtet, um am nächsten Morgen halb durchgefroren das Training zu beginnen. Leider hatten die Veranstalter es auch versäumt, die Trainingshalle heizen zu lassen, welche sich als nahezu unerträglich kalt rausstellen sollte. Trauriger weise kamen zum Lehrgang nur sehr wenige Schwarzgurte der umliegenden Nachbardojos und fast noch weniger Farbgurte, so dass alle Trainingseinheiten zusammengelegt wurden. Glücklicher weise nahm aber all das keinen negativen Einfluss auf die Qualität des Trainings, welches Sensei Naito wieder stark Kumite-orientiert gestaltete. Neben Kombinationen aus diversen Dan-Prüfungsprogrammen gab es viele Kumite- und Partnerübungen, denen viele ob der großen Programmbreite und -länge nicht gewachsen waren. Sehr viel Wert legte Sensei Naito auf die Gewichtsverlagerung beim vorwärtsgehen z.B. in einer Angriffstechnik Außerdem erzählte uns Naito Sensei auch noch einiges über die Einstellung, mit der man ins Training kommen sollte, nämlich, dass man sich nicht in der Angst, einen Fehler zu machen, selbst in seiner (Technik-)Freiheit beschränken solle, sondern einfach nach bestem Wissen und Gewissen trainieren solle, denn nur so könne man aus seinen Fehlern lernen. Explizit betonte er, dass sich gerade die Schwarzgurtträger, wenn ihnen im Training eine Aufgabe gestellt wird, nicht darin verlieren sollen, darüber nachzudenken oder zu überlegen, wie diese nun zu bewältigen ist, sondern eben ZUERST das gezeigte trainieren sollen, um sich, NACHDEM sie sich mit der Materie auseinandergesetzt haben, mit den Problemen und Fragestellungen der Aufgabe zu beschäftigen. Des Weiteren betonte er, dass das Karate und die Techniken eines jeden einzelnen auch ein Spiegel für dessen Persönlichkeit seien und dass man anhand der Art und Weise, wie ein Karateka diese Ausführt, viel über diebetreffende Person erfahren kann. Als Beispiel hierfür führte er die Tokui-Kata auf. Eine Unruhige und energiegeladene Person wird sehr viel eher eine Lieblingskata wie z.B. Bassai Dai wählen, als eine ruhige Person. © by Felde Vincent
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Kawasoe Masao Sensei 8.Dan in Lollar - ein Fest mit Freunde- |
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Am Wochenende des 16. und 17. September fand wieder unser alljährlicher Lehrgang mit Sensei Masao Kawasoe in der Sporthalle Süd in Lollar statt. Dass sich zu diesem Ereignis Karateka aus ganz Deutschland in Lollar treffen, ist nichts ungewöhnliches (dieses Jahr hatten wir innerdeutsche Gäste aus Berlin, München, Passau, Stuttgart, Freiburg, Kiel, Osnabrück, Erfurt, Schwerin und Hamburg), auch Gäste aus Slowenien und Tschehien konnten wir schon begrüßen, allerdings gab es noch nie so viele auswärtige Teilnehmer, speziell aus dem Ausland, wie dieses Jahr. Wir konnten Gäste aus Frankreich, der Schweiz, Griechenland, England und sogar aus Israel begrüßen. Um unseren Gästen, die schon am Donnerstag, den 14. in Frankfurt eintrafen, ein wenig von Deutschland zu zeigen, führten wir sie durch Marburg und Weilburg, wo sie sich von den altertümlichen Bauten und Schlössern begeistert zeigten, speziell die prächtigen Kirchen haben sie sehr beeindruckt. Mit Toni aus England und Avi aus Israel Zum Lehrgang selbst konnten wir die Rekordteilnehmerzahl von über 180 Karatekas verbuchen. Das Training selbst war, wie gewohnt, technisch auf höchstem Niveau und alle Teilnehmer waren begeistert von Sensei Kawasoes Ausführungen und Demonstrationen, obwohl niemand so recht glauben konnte, dass er schon 61 Jahre alt sein soll. Nach dem Training am Samstag saßen wir noch bei gemütlicher Stimmung und angenehmer Musik beisammen und unterhielten uns über Gott und die (Karate-)Welt. Als das Training am Sonntag vorbei war, hieß es noch mal volle Konzentration und maximalen Einsatz zeigen, denn wir hatten sechs Prüflinge für Schwarzgurtprüfungen: Pascal Boucsein, an und unser Sensei Claudiu Dinu zum 4. Dan. Nach sehr anstrengender Prüfungen, die Kawasoe Sensei natürlich nicht so abnahm, wie sie im Prüfungsprogramm vorgesehen sind, sondern wesentliche höhere Anforderungen stellte, bestanden alle Teilnehmer ihre Prüfung und Sensei Kawasoe zeigte sich sehr zufrieden mit den Gezeigten und der Steigerung unserer Leistungen.
Schon während des Trainings und des gesamten Lehrgangs bekamen wir von allen Gästen Komplimente für den gelungenen Lehrgang, die gute Organisation und die familiäre Atmosphäre und noch am Sonntagabend trafen die ersten Emails mit ähnlichem Inhalt bei Sensei Dinu ein. Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen bedanken, die den Lehrgang durch ihr Kommen und durch ihre Hilfe bei der Organisation und Durchführung möglich gemacht haben.
Allen Prüflingen an dieser Stelle auch noch mal herzlichen Glückwunsch zur verdient bestandenen Prüfung, auf die sich alle durch hartes Training und lange Vorbereitungszeit optimal eingestellt hatten. © by Felde Vincent
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JKA Hungary Gasshuku 2006 |
| Als wir in diesem Jahr zu dem alljährlich in Ungarn stattfindenden, traditionellen Gasshuku mit Tanaka Sensei und Sawada Sensei nach Ungarn aufbrachen, ahnten wir noch nicht, was uns während des viertägigen Lehrgangs erwarten würde. Da das erste Training bereits am frühen morgen des 20. Juli beginnen sollte, traten wir unsere Reise bereits einen Tag früher an, um uns noch eine Nacht von den Strapazen der langen Zugfahrt erholen zu können. Bereits als wir uns am Mittwochmorgen auf den Weg zur Halle machten, welchen wir, wie immer, zu Fuß bestritten, ließ sich erahnen, wie sich das ohnehin sehr anstrengende Training unter den herrschenden Temperaturen gestalten würde. Natürlich wurde auch in diesem Jahr mit keiner der altbewährten Traditionen gebrochen und so fanden sich die Lollarer Karateka wie bereits in den Jahren zuvor als einige der letzten Teilnehmer des wie immer gut besuchten Gasshuku in der Halle ein. Wie schon befürchtet machten die für unsere Verhältnisse ungewohnt hohen Temperaturen uns ziemlich zu schaffen, aber selbstverständlich bissen alle die Zähne zusammen und hielten bis zum Ende des gewohnt lehrreichen und außergewöhnlichen Trainings durch. So ging es auch in den folgenden Tagen weiter und tatsächlich ließ in diesem Jahr kein einziger der Lollarer Kämpfer eine der insgesamt sechs Trainingseinheiten ausfallen, von welchen jede einzelne verdeutlichte, welch ein Glück wir haben und welch eine große Ehre es ist bei einem solch einzigartigen Karateka wie Tanaka Sensei trainieren zu dürfen. Neben dem Training stand wie immer die Erkundung Budapests auf dem Programm und zu unserer großen Freude schafften wir es dieses Jahr endlich unseren Plan in die Tat umzusetzen und im Gellèrt, einem von Budapests bekanntesten Nobelhotels, welches auch über ein riesiges Schwimmbad verfügt, Schwimmen zu gehen und uns im Dampfbad zu erholen. Einen weiteren Programmpunkt stellte die Meisterschaft dar, welche wie gewöhnlich am Samstag nach dem letzten Training stattfand und bei der wir als Zuschauer dabei waren. Das Highlight zum Schluss bildetet wie immer die Lehrgangsparty, bei der wir unter anderem unsere Sanges- sowie Tanzkünste unter Beweis stellten und die, wie unser Sensei sagte „ eine der besten überhaupt“ war. Dementsprechend müde machten wir uns am nächsten Tag auf die Heimreise, was uns jedoch nicht davon abhielt, Moritz' 18.
Geburtstag gebührend zu feiern. Wie immer war unsere diesjährige Reise nach Budapest all ihre Strapazen wert und wir sind um einige Erfahrungen reicher nach Hause zurückgekehrt, was sich hoffentlich im nächsten Jahr wiederholen wird. © by Lisa Schirrmeister
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Kumite in Perfection mit Johan La Grange Sensei |
Vergangenes Wochenende, den 17./18.06.06, konnten wir zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte den 2-fachen Weltmeister und Träger des 5. Dans, Johann LaGrange in Lollar willkommen heißen. Johan LaGrange ist träger des 5.Dan Bereits am Freitag traf Sensei LaGrange in Lollar ein. Nachdem er sich genügend ausgeruht und von dem langen Flug erholt hatte, zeigte unser Trainer Sensei LaGrange die nähre Umgebung. Wieder einmal mehr zeigte sich, dass Marburg mit seiner historischen Altstadt und dem altertümlichen Flair, immer einen Abstecher wert ist. Sensei LaGrange gefielen vor allen die vielen kleinen, verwinkelten Gassen; ein gewaltiger Unterschied zu seiner Heimat, Süd Afrika. Am späten Abend wurde noch ein kleiner ‚Absacker' in einer Bar getrunken, bevor sich alle zeitig schlafen legte, da das Training am nächsten Morgen viel sprechen sollte. Leider fanden sich kaum auswärtige Gäste ein! Deshalb gilt an dieser Stelle noch einmal besondere Dank unseren Freunden aus Berlin und Tauberbischofsheim. Pech für alle, die nicht da gewesen waren, denn es sollte ein einmaliges Training statt finden, wie es in Deutschland mehr als gewöhnlich ist. Sensei LaGrange gestaltete ein ausgezeichnetes Kumite-Training mit allem, was dazu gehört. Von Angriffskombinationen und deren Konter, über Würfe, bis hin zum Bodenkampf wurde alle geübt. Und so stellte sich sehr bald heraus, dass das Training anstrengender werden würde, als ‚gewöhnliche' Lehrgänge. Nachdem zu genüge Kumite-Kombination geübt wurden, ging es gleich weiter den Gegner zu Fall zu bringen und ihn mit Würge- und Haltegriffen am Boden zu halten. War diese Lektion abgeschlossen, widmeten wir uns erneut der Ausführung und Verbesserung der Kombinationen. Dieser Umstieg fiel besonders schwer, da alle Teilnehmer vom Bodenkampf noch völlig außer Puste waren. Jedoch angestachelt und motiviert von Sensei LaGrange war keiner bereit auszugeben und so ging das Training in einem Rhythmus weiter, der mehr als nur wettkampfbetont war.
Nach den beiden Trainingseinheiten fanden sich alle Karatekas mit Freunden und Eltern zusammen, um das wichtige Fußballspiel der Nationalmannschaft gegen Schweden, auf der extra eingerichteten Leinwand zu verfolgen. So fanden nicht nur im Training packende 90 Minuten statt. Bevor Sensei LaGrange am Sonntag Nachmittag seine Heimreise antrat, aßen wir noch abschließend eine typisch deutsche Bratwurst in einem typisch hessischen Biergarten. Beim Essen sprachen wir noch über Kumite im Allgemeinen, aber auch über das Niveau in unserem Verein, mit dem Sensei LaGrange zum Glück mehr als zufrieden war.
So bleibt uns am Ende nur zu sagen, dass diese Kumite-Erfahrung bisher einmalig in unserer Karatelaufbahn war und uns an dieser Stelle bei Sensei LaGrange herzlich für das Training danken möchten und hoffen, dass er uns nächstes Jahr erneut an seinen Kumite-Erfahrungen teilhaben lässt. © by Christoph Hofmann |
Kawasoe Masao Sensei in Kaltenkirchen - bei Hamburg |
Schon am frühen Samstagmorgen gegen sechs Uhr machten wir uns mit drei vollen Autos auf den Weg Richtung Hamburg. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, denn die Straßen waren alle frei und so konnten wir zügig die Strecke zurück legen und mussten nicht, als wir die Halle erreichten, sofort vom Auto in Training hetzten. Der Lehrgang war wie immer gut besucht; sowohl in der Unter- als auch in der Oberstufe wurde das Training von Kawasoe Sensei gerne angenommen. Wie schon in Bad Oldesloe war Kawasoe Sensei in bestechender Form. Trainingsschwerpunkt des Lehrgangs war das zentrale Thema der Hüftbewegung – was niemand auch nur annähernd so exakt beherrscht oder veranschaulichen kann, wie Kawasoe Sensei. Uns wurden viele Anregungen und Trainingsmethoden zu der Verbesserung des Hüftimpulses mit auf den Weg gegeben.
Und auch wenn wir die gezeigten Schläge und Tritte noch nicht so exakt und geschärft ausführen können wie Kawasoe Sensei, ist es unser Anspruch, uns an seinem Vorbild zu orientieren und unser Bestes zu geben, den Techniken nahe zu kommen. Auch als wir uns am Sonntag auf dem Weg nach Hause flachte die Begeisterung über das Training nicht ab. Fast den ganzen Heimweg unterhielten sich die Insassen über das hervorragende Training und wie die neuen Einflüsse im Training berücksichtigt werden können. Und so ging schließlich wieder ein Mal mehr ein lehr- und abwechslungsreiches Karate-Wochenende zu ende. © by Hofmann Christoph
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- Pfingstlehrgang mit - Kawasoe Maso Sensei in Bad Oldesloe - bei Hamburg |
Wie jedes Jahr durften wir am diesjährigen Pfingstlehrgang des Shotokan Karate Verbands Deutschland mit Kawasoe Masao Sensei in Bad Oldesloe teilnehmen. Seit bereits sechs Jahren in Folge besuchen wir diesen Lehrgang in hohen Norden Deutschlands.
Der Ausrichter, Herr Dieter Flindt, hat nach seiner Abspaltung von Akio Nagai Sensei 1990 seinen eigenen Verband gegründet, der nach eigenen Angaben ca. 110 Dojos (hauptsächlich im Norden Deutschlands) umfasst. Zurzeit leitet Flindt als Chief Instructor für Deutschland den Verband von Abe Keigo Shihan 8.Dan.
Es ist wirklich bewundernswert, wenn man sieht, dass zwei große Hallen aus allen Nähten platzen. Schätzungsweise ca. 250 Karateka besuchen diesen Lehrgang jedes Jahr, davon sind mehr als die hälfte Braun- und Schwarzgürtel. So etwas hatten wir bis dahin in keinem anderen Verband erlebt. Wir können als Gäste nur über die Hingabe und hohe Qualität des hier praktizierten Karates staunen.
Früh am Morgen um ca. sechs Uhr haben wir, Claudiu Dinu, Felde Vincent, Pascal Boucsein, Moritz Giesemann, Vitali Milkowski und Fabian Kraft uns mit einem von der Fa. AVIS gemieteten Bus auf den Weg in Richtung Bad Oldesloe gemacht.
Pünktlich zum ersten Training angekommen, wurden wir von Kawasoe Sensei in Empfang genommen und haben uns mit ihm kurz über unsere Reise unterhalten.
Das Training war erstklassig – Kawasoe Sensei in Topform. Die Trainingeinheit bestand besonders aus Übungen der Bewegungsmechanik und der Schulung des Hüftimpulses.
Es ist schon unheimlich das wir jungen Leute bei weitem keine so sauberen, entspannten und besonders so präzisen Bewegungen ausführen können wie Kawasoe Masao Sensei.
Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie Kawasoe Sensei die Gewichtsverlagerung bei Tritten macht. Noch kein Meister, Europäer oder Japaner, hatte dies so klar demonstriert. Extrem viele Europäer leiden unter Verspannungen, Verletzungen und was paradox ist, vermeiden Beintechniken ab einem gewissen Alter.
Eine sehr bemerkenswerte Entwicklung sagte Kawasoe Sensei!
Aber wenn wir die richtige Biomechanik studieren und besonders viel Wert auf eine koordinierte und kontinuierliche Dehnungsstrategie legen, kann für uns alle Karate viel reicher an Bewegungen, insbesondere an richtig ausgeführten Bewegungen werden.
Besonders war in gesamten Lehrgang zu fühlen, dass Kawasoe Sensei die Techniken und die Dehnung „Stepp by Stepp“ aufgebaut hat. Es ist selten so etwas von Karate Meistern zu erleben und besonders dann, wenn es um Kihon geht, in Kata oder Kumite ist es wesentlich leichter.
Es war eine wirkliche Meisterleistung!
Begeistert von zwei Tagen Training konnten wir am Sonntag eine entspannte Heimreise antreten. In unseren Dojo werden wir versuchen schnellstens Sensei Kawasoes Vorgaben umzusetzen. © by Felde Vincent
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Ein Traum ist in Erfüllung gegangen - 3.Dan in der Japan Karate Association
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Bereits im Dezember, als ich die Ausschreibung für den Gasshuku in Celje – Slowenien, mit Tanaka Masahiko Sensei 8.Dan, bekam, der dieses Jahr zum zweiten Mal ausgerichtet wird, hatte ich mit dem Gedanken gespielt, dort teilzunehmen. Als es sich ergab, dass mich mein Freund Chris Sterian, 5.Dan und Trainer der Karate Mannschaft der Universität von Florida, aus den USA besuchen sollte, stand fest, dass wir gemeinsam nach Slowenien fahren werden.
Nach einer angenehmen Fahrt von ca. 7,5 Stunden kamen wir in Celje an. Eine Stadt die von der Geschichte des Balkans geprägt ist. Hier kann man die Spuren der Römer und Kreuzritter, die eine ausgesprochen gut erhaltene Burg hinterlassen haben, welche vergleichbar mit der Templerburg Kerak in Jordanien ist, besichtigen. Die Stadt liegt zwischen den Bergen, die uns durch die wunderschöne Landschaft und vor allem durch das angenehme Klima das hier herrscht beeindruckten. Besondere Ähnlichkeit hat die Altstadt mit der von Budapest, wenn auch in etwas kleineren Dimensionen. Nach den langen Jahren unter dem Kommunistischen Despoten Tito spürt man in der Bevölkerung und in der Stadt, dass das Leben bebt. Es gibt unheimlich viele Jugendliche, die die Nacht zum Tag machen und in den unzähligen Music-Cafes und Bars, die überall in der Stadt zu finden sind, feiern.
Und wenn man dann mit den befreundeten Slowenen durch die Straßen zieht hat man natürlich noch mehr Spaß, außer dann wenn der eine oder andere im Beisein eines netten Mädchens lauthals „Campai“ brüllt! Das Training der Instruktor Class hat pünktlich am Mittwoch um 18.00 Uhr begonnen und wurde in einem kleinen Rahmen von ca. 30 bis 40 Personen abgehalten, was dazu geführt hat, dass das Lernen von und mit Tanaka Masahiko Sensei noch intensiver wurde. Donnerstagmorgen machten wir ein Abstecher nach Wien, das nur zwei ein halb Stunden von Celje entfernt ist. Hier sollten wir wieder die Strenge des Westens und der Reichen fühlen und keine Gelassenheit, wie in Celje. Die Stadt glich einer Festung, da sich die EU - Kommission in Wien zu einer Tagung eingefunden hatte. Nach einem Besuch im Zentrum, am Rathaus, der Hofburg und am Matsumae Budo Center sind wir dann schnell zurück nach Celje, wo unsere Freunde auf uns warteten. Auch das zweite Training war mit extrem detaillierten Kihon, das man so von Tanaka Sensei gar nicht gewohnt ist und zwischendurch mit typischen Blödsinn a la Tanaka Sensei aufgelockert wurde, qualitativ sehr hochwertig. Am Ende aber konnten wir endlich zum lang ersehnten freien Kumite antreten. Erwartungsgemäß haben sich die Ungarn und Slowenen harte Kämpfe geliefert, wo wir auch ordentlich mitmischen konnten und den einen oder anderen am Ende auch verarzten müssten, weil hier und da auch mal ein blaues Auge oder eine aufgeplatzte Lippe „entstanden“ ist, was ja bei Tanakas Sensei Lehrgänge ja normal ist. Natürlich durfte zu diesem Kumite unser Freund Norby aus Budapest nicht fehlen, der sich, zum Spaß von Tanaka Sensei, mit mir eine heftige Auseinandersetzung geliefert hat, die aber ohne nennenswerte Verletzungen zu Ende ging und Abends zu einer ordentlichen Party mit anderen Bekannten aus Israel, Bulgarien, USA, Ungarn und natürlich Slowenen, die uns in ein Ferienhaus eingeladen hatten, geführt hat. Auch Freitag standen diesmal zwei Harte Trainingseinheiten auf dem Plan. Hier wurde Kata bis zum Abwinken und in allen Variationen trainiert. Boss Tanaka war äußerst aufmerksam und jeder Fehler kostete zusätzlich Schweiß. Aber das sollte ja schnell auskuriert werden: Unsere Freunde Goran, Tina, Brane, Borislav, David und Ana, die wir schon aus Budapest kannten, haben uns in eine Bar eingeladen und dort bis tief in die Nacht die Party steigen lassen. Noch zu erwähnen sind unsere Freunde aus Koppenhagen, denen unsere Party zu harmlos zu sein schien, so dass sie einen Nachtclub bevorzugt haben (mit dem Resultat, dass wir sie am nächsten Tag schlafend im Auto vorgefunden haben. Natürlich nicht, weil sie zu tief ins Glas geschaut haben, sondern ausschließlich der Meditation zu den griechischen Göttern Bachus und Afrodite wegen.) Irgendwie haben sich nur durchgeknallte und partyfreudige Karatekas in Celje zusammengefunden, was den sehr gastfreundlichen Veranstalter Branko fast zum verzweifeln gebracht hat.
In Bild: Branko, Janos asu Budapest, Tina, Norbert aus Ungarn und die Freunde aus Copenhagen
Mit Tanaka Sensei und Kimo aus Ljubliana
Tanaka Sensei, Kimo aus Ljubliana und mein Freund Avi aus Tel Aviv - Israel Bedauerlicher weise sollte Samstag auch die Prüfung stattfinden. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Prüfung machen sollte und wollte eigentlich den vierten Dan ablegen aber das ging nicht weil ich in der ITKF als 3. Dan graduiert bin und und durch meine doppelte Stattsangehörigkeit Rumänisch und Deutsch laut den Regeln der JKA musste ich den steinigen Weg gehen und alle drei Prüfungen nacheinander noch einmal ablegen. Gequält von der Temperatur, Kopfschmerzen, wenig Schlaf und einem Kumite Partner, der das Shotokan mit K1 verwechselt hat, ist dann doch ein Traum in Erfüllung gegangen und ich konnte von Tanaka Sensei hören „Dinu san ima anatawa Yume wa honto desu, anatawa San Dan Nihon Karate Kyokai – was soviel heißen soll wie: „Dinu, dein Traum ist jetzt wahr! Du bist dritter Dan in der Japan Karate Association. In dem Moment habe ich zum erstenmal eine tiefe Zufriedenheit gespürt, die ich so in 25 Jahren Karate noch nie gefühlt habe, weil ich seit mindestens 18 Jahren auf diesen Moment gewartet habe. Ich konnte mich vielleicht eine halbe Stunde lang nicht von der Stelle rühren, weil ich diesen Moment tief und lang genießen wollte. Abends, geschafft von der Prüfung und vom vielen Dreher-Bier mit Janos aus Budapest, Milos aus Slowenien und Giorgi aus Bulgarien, wollte ich schnell ins Bett aber nein, ich musste ja noch zu Tanaka Sensei und mich bei Ihm verabschieden, da wir Sonntag die Rückreise antraten. Am nächsten Tag bei der Abreise sollte ich meinen Mentor wieder treffen, er ging schon sehr früh zum Frühstück und als er mich sah sagte er: “Dinu don't forget: Never give up“ – OSSU Sensei ! Eine unvergessliche Woche, die eine noch nie da gewesene Motivation in mir hervorgerufen hat. Und an meine Freunde aus Slowenien: Bis nächstes Jahr und natürlich – Nasdrovie! © by Claudiu Dinu
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Ichi go ichi e – Ergreife die Chance jetzt und gleich, Es gibt kein Morgen oder später
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Die drei Haupttrainer der Traditioneller Shotokan Karate Kyokai Lollar, Felde Vincent 1.Dan, Christoph Hofmann 1.Dan, Pascal Boucsein 1.Kyu und Ihr Sensei Claudiu Dinu 3.Dan haben wieder mal ein langen Weg im kauf genommen um von einen Großen Meister zu lernen - Naito Takeshi Sensei 8.Dan
Nach einer langen Fahrt und der Übernachtung in einer Halle hatten wir die Ehre mit Naito Takeshi Sensei trainieren zu dürfen. Naito Takeshi Sensei ist ein Meister, der für viele wie ein junger Tanaka Masahiko wirkt, er ist nicht nur der Präsident der Japan Karate Association in Italien, sondern auch ein berühmter Meister, nicht zuletzt durch seine überaus kämpferische und wilde Art und Weise. Seine Bewegungen beim Angriff wirken auch auf einen Leihen wie die Bewegungen einer Raubkatze. Dieser außergewöhnliche Budo -Meister hat an der berühmten Komazawa Universität Philosophie studierter und unterrichtet Karate auf eine ganz eigene Art und Weise. Er verbindet in seinem Karate nicht nur die alte Lehre der Meister sondern auch die ergreifende Weltanschauung der Lehre des Zen Buddhismus. Wir Europäer neigen immer wieder dazu, das Leben komplizierter zu machen als es ohnehin schon ist, in dem wir viel zu viel über die einfachen Dinge des Lebens nachdenken. Naito Sensei sagt: Diskutiere nicht sondern beginne Jetzt und Gleich dich zu verbessern, es gibt kein Morgen oder später - es gibt nur den Augenblick. In seinem Drang, die Technik vital und wach auszuführen, ist für Sensei eins klar: Meister oder Schüler wir sind alle gleich und müssen uns immer wieder verbessern. Dan Grade, viel Wissen, mächtige Positionen im Verbandswesen das alles ist nichts, denn nichts ist wertvoller als die eigene Perfektionierung und Tag tägliche Schleifung des Charakters durch unermüdliches Arbeiten an seiner Technik. Wunderschön vergleicht Naito Sensei unsere Seele mit einem rohen Diamanten, der durch tägliche Arbeit im Dojo (Trainingsraum) sowie die Bewältigung der Probleme im alltäglichen Leben geschliffen und zu Glanz gebracht wird. Das von Ihm gezeigte Karate sowie seine vitale und vom Zen Buddhismus geprägte Mentalität ist für uns ein unvergessliches Beispiel: Danke Sensei für das unvergessliche Wochenende und Lehre! Sensei Yoroshiku onegai itashimashite! © by Felde Vincent
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JKA Hungary Gasshuku Budapest 2005 mit Tanaka Masahiko Shihan 8.Dan und Sawada Kazuhiro 7.Dan |
Auch in diesem Jahr fand vom 20.-23. Juli der traditionelle Gasshuku mit Tanaka Sensei 8. Dan un Sawada Kazuhiro Sensei 7.Dan in Budapest statt. Zu diesem Anlass reisten, wie bereits in den vergangenen Jahren, Karateka des Mugen Dojo Lollar nach Ungarn.
Nach einer langen und anstrengenden Reise bezogen die acht angereisten Lollarer am Abend des 19. Juli ihr Quartier in Budapest. Zum Ausruhen blieb ihnen jedoch nicht viel Zeit, denn am nächsten Morgen begann auch sogleich das Training mit Tanaka Sensei und Sawada Sensei ( 7. Dan). Für alle Lollarer, ob nun für die zum ersten Mal mitgereisten oder für diejenigen, welche schon mehrere Male an diesem Gasshuku teilgenommen hatten, war es mit Sicherheit ein aufregendes Erlebnis mit so vielen Karateka anderer Nationen und selbstverständlich auch mit einem Großmeister wie Tanaka Sensei in einer Halle zu stehen und zu trainieren. Obgleich das Training sehr anstrengend war konnte man nicht anders, als sich von dem Geist und dem Willen der anderen anstecken zu lassen und so selbst das äußerste aus sich herauszuholen, so waren sich alle Lollarer Teilnehmer einig. Trotzdem mussten bereits am zweiten Tag zwei Lollarer Karateka, trotz standhafter Bemühungen, bis heute ungeklärten widrigen Umständen Tribut zollen und leider mit dem Training aussetzen. Die restlichen sechs Lollarer ließen sich jedoch weder von dem plötzlichen Ausfall ihrer beiden Mitstreiter, noch von dem nicht allzu guten Wetter, unter dem der tägliche Weg zur Halle sich alles andere als angenehm gestaltete, entmutigen, sondern fanden sich pünktlich zu jeder der zweimal am Tag stattfindenden und äußerst lehrreichen Trainingseinheiten in der Halle ein.
Am letzten der vier Trainingstage kam es dann noch zu einer unerwarteten jedoch sehr erfreulichen Überraschung: Die beiden angeschlagenen Lollarer Kämpfer rafften sich auf und nahmen wieder am Training teil, was sicher nicht zuletzt auf die unerschöpfliche Motivation ihrer Vereinskameraden und selbstverständlich vor allem die ihres Senseis zurückzuführen ist. Wer die Lollarer kennt kann sich denken, dass neben dem harten und anstrengenden Training natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kam. So zum Beispiel bei einem Schwimmbadbesuch, welcher sicher noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird und natürlich nicht zu vergessen bei der Party, die am Abend des letzten Trainingstages stattfand und bei der die Teilnehmer des Gasshukus einschließlich Tanaka Sensei und Sawada Sensei das Trainingslager stimmungsvoll und festlich ausklingen ließen. Einschließlich aller kleinen oder auch größeren Zwischenfälle lässt sich rückblickend jedoch mit großer Bestimmtheit sagen, dass es sich bei einer Trainingsreise nach Budapest um ein schönes und zweifelsfrei unvergessliches Erlebnis handelt. © Lisa Schirrmeister
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Lehrgang mit Kawasoe Masao Shihan in Bad Oldesloe 14./15.05.2005 |
| Große Ehre für das Karate Dojo Lollar bei Lehrgang in Bad Oldesloe! |
Am Wochenende des 14. und 15.5.2005 nahm das Karate Dojo Lollar am Pfingstlehrgang des SKVD in Bad Oldeslohe mit Kawasoe Masao Sensei, 8.Dan und Technischer Direktor des World Shotokan Institutes, teil. Nach den Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag, in denen Sensei Kawasoe die Lollarer Karateka unter Augenschein nahm, da sie alle in nächster Zeit planen ihre Prüfungen zum 1., 2. und 4. Dan abzulegen, unterhielt sich der Cheftrainer des Karate Dojo Lollar, Claudiu Dinu mit Sensei Kawasoe, um Planungen für September zu treffen, wenn Sensei Kawasoe uns in Lollar besucht. Nicht nur, dass Sensei Kawasoe unser neues Wappen entworfen hat, er ließ uns auch noch die überaus große Ehre zuteil werden, dass er uns einen neuen Namen gab. |
Kawasoe Sensei und Claudiu Dinu |
| Er machte uns die Namen „Mugen“ und „Bumon“ zum Geschenk, was übersetzt soviel bedeutet wie „Unbegrenzter Geist “ und „Budo Familie “. |
BU - Kampfkunste
Mon - Tor, Familie |
Sensei Kawasoe sagte, dass er, da er so viel unterwegs sei, kein eigenes Dojo in England gründen konnte und dass dies die Namen seien, die er seinem Dojo gegeben hätte. Somit trägt das Karate Dojo Lollar von nun an den Namen „Mugen Dojo “. |
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