K I H O N
Was ist Kihon?
Einzelne Techniken, Kombinationen?
Was ist Kihon überhaupt? Viele Karateka stellen sich diese Frage nicht oder tun sich sehr schwer, wenn es um eine Erklärung geht. Manche denken Kihon wäre der Ablauf von einzelnen Techniken und bemühen sich dementsprechend die Techniken so zu kombinieren, dass die Motorik des Körpers geschult wird, manche glauben Kihon wäre einfach eine Vorbereitung auf Kumite, wieder andere machen sich gar nicht erst Gedanken und üben Kihon ohne sich damit zu beschäftigen.
Warum braucht ein Karateka gutes Kihon? Kihon ist der Schlüssel zum Verständnis des Karate-Do. Hier möchte ich Kawasoe Masao Shihan zitieren: "Viele Karateka denken das Kihon: choku tsuki, mae geri, age uke, yoko geri ist. Keiner denkt aber wie führt man diese Techniken aus. Das soll heißen zum Beispiel bei Choku Tsuki: von Hikite bis in Ziel. Und wenn Sie nach denken dann üben Sie nicht genug, um es immer besser zu machen."
Ich bin mir sicher das es tatsächlich so ist. Jeder Karateka der dieses Geheimnis entdeckt, und dann dem entsprechend auch trainiert, wird merken das Kumite und Kata sich enorm verbessert. Er wird feststellen das mehr Kime vorhanden ist. Aber nicht den getauschten Kime den so manche Karateka im Wettkampf zeigen. Kime wäre ein Thema aber nicht nur. Dazu kommt noch das die ausgeführte Kata immer flüssiger wird und eine immer größere Kontrolle über der Technik entsteht sowie eine bessere Koordination des Timings. Für jemand der Traditionelles Karate praktiziert müsste/muss auch wichtig sein das in Kumite eine Realität- volle Technik- entsteht aber auch eine saubere und kraftvolle. Diese kleine Überlegung ist der Motor für ein Niveauvolles Kata und Kumite. Karate muss funktionieren sowie in Wettkampf als auch in der Realität. Dazu gehören Tausende von Wiederholungen, aber Achtung ! nicht hirnlos sondern überlegt: Wie Tanaka Masahiko Shihan sagte: „Bei nur hundert Wiederholungen lernt der Körper nicht, sich richtig zu bewegen. Erst wenn die Kraft nachlässt, muss der Körper neue Wege finden, um die Übung fortzuführen. Übe mit Kiai und Du wirst noch weitere ungeahnte Kraftreserven freisetzen können.“
Ein gute Technik heißt Sie fähig in jedem Moment EFFEKTIV einsetzen zu können, sei (d)es in Kata oder Kumite. Kihon ist der Schlüssel dazu. Die Kampfkünste stammen aus Asien, viele von uns haben Sie gelernt, ohne uns Gedanken zu machen und uns zu fragen wenn wir ALLE nicht vielleicht eins vergessen haben: Die Kampkünste verkörpern die Philosophie und die Menschen Asiens mit ihrer Kultur, Gedankengut und vor allem ihrem Geist und Geduld. Wir müssen alle die nötige Geduld aufbringen, die Perfektion zu suchen und durch das üben von Kihon sie zu erlangen. Viele Lehrer haben das Leider vergessen, oder nicht Wissen wollen, und Karate auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. In vielen Verbänden muss man feststellen das Kata zu Koregraphische Darstellung, Kumite zu ein Boxkampf mutiert. Und das alles weil man die meisten nicht die nötige Erziehung und Geduld haben um sich lange Zeit zu lassen, oder zu nehmen, um Kihon immer und immer zu verbessern. Hat man über Jahre gründlich jeder Technik geübt, kann man sie auch nützen, und nicht nur eine, sondern, zum Beispiel in Kumite, eine menge Techniken zur Verfügung. Die Wiederholung von Tausende Techniken ist für 99.999999 Prozent der Karateka, lästig und nicht gewünscht. Die verstehen nicht das der Körper wie das Element Wasser ist: er muss sein Weg alleine finden und die Technik verstehen, ihren Ablauf speichern und ohne zu bremsen wieder zu geben. Das Wasser findet immer ein Weg. Hier ein Kleines Beispiel: Ein Karateka greift an mit Ushiro geri aber er hat die Technik nicht studiert und geübt. Seine Übungen waren oberflächlich und nur ab und zu in Training. Das Resultat: Er hat wenig Chancen zu treffen, und hat eine Zerrung oder eine Hüfte Verletzung am Hals. Und warum ? der Körper und der Geist müssen die Technik verstehen und verinnerlichen, und nicht nur, denkt an ein Getriebe: hat das zu wenig Öl bekommt Ihr Probleme, das Öl sind die Übungen. Durch die Übung versteht Ihr überhaupt wie und was funktioniert, und dann habt ihr die Möglichkeit alles zu verbessern und zu verfeinern. Ihr wird verstehen was Gewichtsverlagerung bedeutet, Muskulatur Aktivierung, Motorik und letzt endlich Timing. Jede Technik die ausgeführt ist muss verschlangt sein von alle unnötige Bewegungen die, bei Gyaku Tsuki zum Beispiel, entstehen. Viele Großmeistern sagen: in Hara liegt die Kraft. Warum das ? Jeder muss üben um zu verstehen das jeder Technik aus der hüfte aktiviert wird. Verstehen reicht nicht . Manche Karateka können Tage lang erzählen aber nur erzählen. Beim zeigen wird es problematisch. Auch wenn man es zeigen kann, reicht das nicht: Die Hüfte muss zu Einsatz kommen wie ein Reflex, Instinkt und nur dann habt ihr ein Anfang geschafft. Der Rest der Technik musst Ihr dann noch erforschen. Das wird Ihr, wie vorhin schon gesagt, nur dann entdecken wenn Ihr Tausende von Übungen gemacht habt und jeder einzelne prüft auf Richtigkeit, Kime und am ende Ausdauer. Methodik des Kihon Das Kihon sollte nach fortschritt des technischen Geschicks angewendet werden. Man sollte sich immer überlegen wenn man überhaupt das technische Können besitzt um komplizierte Ablaufe zu üben. " Siehe das Kleine in Großen " Als Trainer sollte man sich überlegen wie weit die Schüler die Technik verfeinert haben, um da mit neue und komplizierte Kombinationen anzusetzen. Desto tiefer und komplexer sollte man die Übungen strukturieren. Jeder Technik der Grundschule muss analisiert werden aus alle Gesichtspunkten: - Stand. - Haltung. - Hüftrotation. - Embusen (Ablauf). - Dynamik. - Geschwindigkeit. - Kraftkonzentration. - Zielregion. - Atmung. - Maai (Distanz).
© Claudiu Dinu 3.Dan
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